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Der Glockenwanderweg

Glockenwanderweg

Am 18. April 2015 wurde der erste deutsche Glockenwanderweg eingeweiht. Dieser Erlebniswanderweg von rund 23 km Länge erzählt an 16 Stationen viel über die Kulturgeschichte unserer erzgebirgischen Heimat hier im Spielzeugwinkel. Außerdem werden Sie mit fantastischen Ausblicken auf Täler und Höhen bis hinüber zum böhmischen Kamm belohnt. Im Großen und Ganzen kann man festhalten, dass sich der Weg in dem Jahr gut etabliert hat. Mehrere tausend Wanderer sind inzwischen den Rundweg abgelaufen. Als Dauergast in unserer Region können sie sich über völlig neue Eindrücke und Blickwinkel freuen. Sind sie das erste Mal Gast bei uns, bekommen sie hier Appetit auf mehr. So wie tönende Glocken im Dreiklang ihre Vollendung finden, so erleben sie auf diesem ersten deutschen Glockenwanderweg einen Dreiklang von Natur, Wandern und Geschichte.

Glockenstationen

  1. Glockengeläut Kirche Deutschneudorf
  2. Altes Spritzenhaus, Thema Feuerglocke
  3. Alte Taufglocke, Deutschneudorf
  4. Alte Gebetsglocke, Brüderwiese
  5. Glockengeläut der Kirche Deutscheinsiedel
  6. Klingendes Spielzeug, Freilichtmuseum Seiffen
  7. Glockengeläut Bergkirche Seiffen
  8. Zimbelstern an der Orgel in der Bergkirche Seiffen
  9. Pinge “Geyerin”, Zeuge des Zinnbergbaues in Seiffen
  10. Schulglocke, Oberseiffenbach
  11. Kapelle am Weg, Oberlochmühle
  12. Glocke aus Meißener Porzellan, Oberlochmühle
  13. Alte Ewigkeitsglocke, Deutschkatharinenberg
  14. Häuerglocke, Huthaus Abenteuer Bergwerk Bernsteinzimmer
  15. Kunstglocke, Schachtkaue Beyer
  16. Stundenglocke, Anton-Günther-Stein Deutschneudorf

Weitere Sehenswürdigkeiten

Einkehrmöglichkeiten

Wegbeschreibung

Ausgehend von der 1736 geweihten Kirche Deutschneudorf ( 1) wandern wir bergaufwärts. Vorbei am alten Spritzenhaus (2) wenden Sie an der 3. Station, der alten Taufglocke, noch einmal den Blick und genießen die Sicht auf den Erzgebirgskamm. Weiter vorbei am Fußballplatz biegen wir kurz vor Ortsausgang rechts ab in den Kupferweg Richtung Brüderwiese. Am Ende dieser kleinen Siedlung, an einem kleinen Ruheplätzchen, finden wir die 4. Station. Auch hier wieder der schöne Blick über das Schweinitztal hinweg ins Böhmische.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir Deutscheinsiedel. Bei einer kleinen Runde durchs Dorf lassen wir den Grenzübergang zur Tschechischen Republik rechts liegen und gehen zur Kirche Deutscheinsiedel (5). Diese 1905 geweihte Kirche ist wie ihre Schwester in Deutschneudorf in den Sommermonaten zur täglichen Besichtigung geöffnet. Wir folgender Ausschilderung und biegen nach wenigen Metern links in eine Siedlung und erreichen wenig später die Straße nach Seiffen. Am Ortsausgang biegen wir links ab und laufen über Waldwege und über die Erdgastrasse Russland-Deutschland zum Freilichtmuseum Seiffen (6). Achtung, dort haben wir eine kleine Schleife und müssen ein Stück zurückwandern ehe wir rechts in den Ahornbergweg einbiegen. Hier überqueren wir die Oberheidelberger Straße und laufen am Ende der Siedlung auf alten Bergmannswegen parallel zum ausgeschilderten Kammweg Erzgebirge hinunter zur weltbekannten Bergkirche Seiffen (7/8).

Wir sehen das Spielzeugdorf Seiffen, die kleinen Häuser der Bergleute und Spielzeugmacher. Über dem Dorfbild grüßt uns der 741m hohe Reicheltberg. Nur wenige Meter oberhalb der Kirche finden wir die nächste Station, die Pinge “Geyerin” (9), eine Naturbühne entstanden durch eingestürzte Grubenbauten. Wir wandern immer weiter bergaufwärts und gelangen mit vielen schönen Ausblicken auf Ahornberg (823m), Reicheltberg, auf das Bergstädtchen Sayda oder zur Kirche von Maly Haj (Kleinhan). So gelangen wir zum Friedhof der Streusiedlung Oberseiffenbach mit der alten Schulglocke (10). Nach Oberseiffenbach biegen wir in den Zänkerweg ein und erreichen die große Freifläche Klötzerhübel, biegen links ab und kommen zu dem Kleinod “Kapelle am Weg” (11) und steigen hinunter in das Dörfchen Oberlochmühle (12).

Oberhalb des Ortes geht’s rechts auf den Kupferleitenweg und erreichen gegenüber das alte Bergstädtchen Hora Svaté Kateriny (Sankt Katharinaberg). An einem Rastplatz finden wir hier unsere 13. Station, die alte Ewigkeitsglocke. Nun steigen wir hinunter zum Abenteuer Bergwerk Bernsteinzimmer (14) und der Schachtkaue (15).

Durch das Morgengründel, vorbei an mehreren kleinen Teichen und Biotopen kommen wir zum Anton-Günther-Stein mit der Stundenglocke (16) und erreichen nach kurzer Zeit wieder den Ausgangspunkt dieser Beschreibung.

Quelle: Tourismusverband Erzgebirge e.V., Autor: Tourismusverband Erzgebirge e.V.